Der Unterstützer unserer Intergrationsmannschaft, NAK Karitativ, zu unserem gemeinsamen Projekt:

„Fußball ist der Integrationsmotor schlechthin!“, sagte die damalige Integrationsbeauftragte Deutschlands, Maria Böhmer im Jahr 2010. Dass dies möglich ist, zeigt ein Integrationsprojekt von NAK-karitativ in Zusammenarbeit mit dem Wuppertaler Sportverein (WSV). Bereits von Februar 2016 bis März 2017 führte der Leiter der Futsal-Abteilung des WSV, Alen Erkocevic, gemeinsam mit Sven Schmidt, Sozialarbeiter vom Bergischen Kolleg Wuppertal, ehrenamtlich eine Futsal-AG (Hallenfußball) durch. Durch Sven Schmidts Tätigkeit bei NAK-karitativ und der Zusammenarbeit mit Alen Erkocevic bestand bereits eine Verbindung zum Wuppertaler SV, die nun weiter ausgebaut werden konnte. Im Frühjahr 2018 wurden konkrete Planungen umgesetzt, ein neues Jugend-Fußballteam des Wuppertaler SV (WSV) zu gründen. Zusammen mit internationalen Studenten vom Bergischen Kolleg und dem WSV unterstützt NAK-karitativ geflüchtete Jugendliche durch konkrete Maßnahmen und Sportangebote sich in die Gesellschaft zu integrieren und soziale Kontakte zu knüpfen.

Situation

Internationale Studierende des Bergischen Kollegs Wuppertal beschlossen im Frühjahr des vergangenen Jahres eine Futsal-Mannschaft zu gründen und am regulären Spielbetrieb der nordrhein-westfälischen Futsalliga teilzunehmen. Um eine feste Vereinsstruktur und organisatorische Prozesse (z.B. Trainings- und Spielbetrieb) zu etablieren wurde sie als dritte Mannschaft in den Bereich Futsal des Wuppertaler Sportvereins übernommen. Dies war nötig, um den Studierenden organisatorischen Aufwand abzunehmen und ihnen ein professionelles Trainingsumfeld zu bieten um Angebote zur Integration zu ermöglichen.

Maßnahmen

Fast alle Mitglieder der Fußballmannschaft haben einen Migrationshintergrund. Die Teilnehmer der Futsal-Gruppe kommen überwiegend aus Afghanistan, Syrien oder dem Irak und sind in der Regel zwischen 18 und 40 Jahre alt. Rund die Hälfte sind internationale Studierende, bei der anderen Hälfte handelt es sich um Freunde (ebenfalls Migranten) aus deren Umfeld, die nicht am Berufskolleg in Wuppertal unterrichtet werden.

Langfristig sollen auch deutschsprachige Studierende aus dem Bergischen Kolleg in dieses Projekt integriert werden. Damit soll vorgebeugt werden, dass die 3. Mannschaft eine reine „Flüchtlingsmannschaft“ wird. Daher werden immer wieder deutschsprachige Teilnehmer in die Mannschaft aufgenommen und auch bereits ein deutscher Trainer installiert. Dies hat dazu geführt, dass nicht nur vom Trainerteam, sondern auch innerhalb der Mannschaft auf Deutsch kommuniziert wird.

Zusammenarbeit zwischen Sozialarbeiter und WSV

Zweimal in der Woche wird ein offenes Training angeboten, das den Teilnehmern grundlegende technisch-taktische Fähigkeiten vermitteln soll. Unter Mithilfe von NAK-karitativ konnte das offene Schulangebot durch die regulären Trainingseinheiten des WSV (1-3 Mal wöchentlich) ergänzt werden. Das Projekt bietet sowohl für den WSV als auch für NAK-karitativ öffentliche Anreize: So kann die Futsal-AG auch über das Bergische Kolleg hinaus bekannt werden, um die Studierenden als Mitglieder oder Unterstützer der Mannschaft am Bergischen Kolleg und darüber hinaus bekannt zu machen. Durch Beflockung der Mannschafts-Trikots mit seinem Logo als Co-Partner neben dem WSV, kann auch NAK-karitativ seinen Bekanntheitswert in der Region steigern.

Letzten Endes bleibt festzuhalten, dass bei allen Teilnehmern der große Wunsch besteht, auch in der kommenden Saison 2019/2020 die Arbeit fortzuführen. Der große Andrang und die regelmäßige Teilnahme an Trainings, die Spiellust und das schnelle Erlernen der deutschen Sprache unter den jungen Sportlern zeigt: Integration kann auch (Fußball)spielend erfolgen.

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