Nachdem in den beiden Vorrundenspielen des WDFV Futsal-Pokals die Teams von Holzpfosten Schwerte (U23) und dem Bonner SC aus dem Weg geräumt wurden, hieß der Gegner im Achtelfinale nun UFC Münster. Der Tabellen Fünfte der WFLV Liga erwies sich in einem stets engen und intensiv geführten Spiel als der erwartet schwere Gegner.

Vor Spielbeginn waren alle Jungs in Rot und Blau heiß auf das Match gegen eine der wohl traditionsreichsten Mannschaften des Futsalsports in Deutschland. Zudem sollte das Pokalspiel eine erste Standortbestimmung sein, denn immerhin ging es gegen eine stets hochambitionierte Mannschaft der WFLV Liga, in die unsere Jungs unlängst aufgestiegen sind. Das Trainerteam Erkocevic/Orhan entschied sich erneut dazu, gleich von Beginn an mit flying Keeper zu agieren, um Münster sofort unter Druck zu setzen und nach Möglichkeit schon im Spielaufbau entscheidend zu stören. Souverän und mit dem Selbstvertrauen des Meistertitels im Rücken agierte der WSV spielbestimmend. Münster blieben zunächst nicht mehr als vereinzelte Verlegenheitsangriffe. Der WSV hingegen wurde zunehmend zielstrebiger und so dauerte es auch nicht lange, bis eine herrliche Kombination über drei Stationen bei Alazaer am zweiten Pfosten landete. Wie schon gegen Mülheim prüfte unser Vizekapitän aber zunächst gewissenhaft das Aluminium, bevor er den Nachschuss trocken im Münsteraner Tor unterbrachte – 1:0. Auch das 2:0 sollte Alazaer vorbehalten sein, der dabei wie schon beim 1:0 durch Erkocevic in Szene gesetzt wurde. Münster wirkte zu diesem Zeitpunkt überrascht, ließ sich aber keineswegs aus der Ruhe bringen. Das 2:1 fiel dennoch etwas glücklich, nachdem ein Abpraller vor dem Wuppertaler Gehäuse doch noch einen Münsteraner Abnehmer fand. Rot Blau kombinierte in der Folge weiter sicher und stellte Phasenweise auf festen Keeper um. Dieser stete Wechsel zwischen festem und flying Keeper schien Münster etwas aus dem Konzept zu bringen. Denn plötzlich tauchte Orhan fast unbedrängt an der Sechsmeterlinie des Gästestrafraums auf, drehte sich in Gerd Müller Manier zum Tor und jagte das Leder humorlos mit der Picke in die linke untere Ecke – 3:1. Der 3:2 Halbzeitstand fiel erst kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit und sollte als Warnung für die zweite Halbzeit dienen.

In der zweiten Halbzeit verließen sich die Jungs in Rot und Blau immer mehr auf das Spiel mit festem Keeper. Münster schaltete dabei gleich zwei Gänge hoch und ließ uns kaum noch zur Entfaltung kommen. Ein ums andere Mal rettete uns Orhan oder eines der langen Beine unserer Verteidigung vor dem Ausgleich. Diesmal fuhren wir Entlastungsangriffe – mit Erfolg. Einen der wenigen Vorstöße in die gegnerische Hälfte vollendete Arndt nach Abwurf von Orhan – 4:2. Doch Münster blieb dran und verkürzte erneut. Nun ging es hin und her, in der Folge fand Orhan wieder in Arndt einen dankbaren Abnehmer für einen seiner Abwürfe – 5:3. Das postwendende 5:4 von Münster war nur die logische Konsequenz dieser rasanten und ereignisreichen Phase des Spiels. Gegen Ende der zweiten Halbzeit musste Münster mehr riskieren um das Pokalaus in Wuppertal noch abzuwenden. Fortan setzten sie also ebenfalls auf flying Keeper und erhöhten den Druck noch einmal spürbar. Noch vor wenigen Monaten (damals als wir noch in schwarz-gelb unterwegs waren) wäre ein später Ausgleich alles andere als außergewöhnlich gewesen, doch diese Zeiten scheinen vergessen. Denn diesmal hielt die Abwehr stand und so endete das Spiel wie es begonnen hatte: Erkocevic auf Alazaer, Tor! (6:4) In der Folge erkannte Münster die Niederlage an und versuchte gut 20 Sekunden vor Schluss keinen weiteren Angriff auf unser Tor. So feierten wir nach dem bereits feststehenden Aufstieg in die WFLV Liga und mit dem Einzug ins Viertelfinale des WDLV Pokals einen weiteren tollen Erfolg in der noch jungen Geschichte der WSV Futsalabteilung.

Nun freuen wir uns aber zunächst auf unser letztes Heimspiel der Saison am kommenden Samstag gegen die Jungs aus Kleve. Erst in der Woche darauf wartet mit der Erstvertretung der Holzpfosten aus Schwerte der nächste Brocken im Pokalviertelfinale auf uns.

Für den WSV spielten:

Orhan (1/2), Ziegler, Imeri, Breitenbach, Alazaer (3/0), Erkocevic (0/4), Chatrioui, Arndt (2/0), Sarsour

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