Nach dem überzeugenden Sieg in Paderborn, sollte gegen das Team von Fortuna Düsseldorf unbedingt der nächste „Dreier“ her, zumal ein weiterer Sieg nach zuvor sechs Niederlagen in Folge für einen versöhnlichen Jahresabschluss sorgen würde. Ohne Arndt, Breitenbach, Beram, Chroboczek und Rinaldo fehlten jedoch gleich fünf Akteure im Wuppertaler Kader. Dennoch konnten die Trainer Erkocevic und Orhan auf eine schlagkräftige Truppe zurückgreifen, die die Machtverhältnisse am Niederrhein unter allen Umständen wieder geraderücken wollte.

Gleich zu Beginn des Spiels wurde die Bedeutung der Partie für beide Teams deutlich. Da auch die Fortuna zu Spielbeginn mit nur neun Punkten auf dem Konto nicht gerade im gesicherten Mittelfeld der Tabelle stand, prüften beide Teams zunächst genau, wie viel Risiko die andere Mannschaft bereit war zu gehen. Der WSV begann dabei insgesamt zielstrebiger, so schickte Erkocevic den über die linke Seite gestarteten Ziegler schon nach wenigen Sekunden auf die Reise in Richtung Gästetor, der wurde jedoch gekonnt vom Düsseldorfer Schlussmann am Torerfolg gehindert. Binnen weniger Minuten sollte es dieses Duell noch zwei weitere Male geben – jedoch jedes Mal mit dem besseren Ende für den Keeper in Rot und Weiß. Und so kam es wie schon so häufig in dieser Saison; der WSV spielte und der Gegner schoss die Tore. Begünstigt durch krasse Abwehrfehler, blieb Azizi bei allen Gegentoren chancenlos, auch wenn das dritte Tor nach einem Doppelpass mit der Latte reichlich kurios zustande kam. Ebenso kurios wie der zwischenzeitliche Anschlusstreffer zum 1:2 durch Sarsour, der sich selbst und den Gästekeeper durch gekonnte Drehungen im gegnerischen Strafraum so sehr verwirrte, dass der Ball fast von alleine ins Tor trudelte. Sei’s drum… Halbzeitstand 1:3 aus unserer Sicht.

Halbzeit.

Da sich die gefühlte Überlegenheit der ersten Hälfte noch nicht auf der Anzeigetafel ablesen ließ, stellten Erkocevic und Orhan in Halbzeit zwei taktisch um. So sollte Düsseldorf schon früh unter Druck gesetzt werden, um einfache Ballverluste zu provozieren und um selbst in aussichtsreiche Schussgelegenheiten zu gelangen. Mit Erfolg. Denn fortan wurde Düsseldorf allenfalls über lange Bälle gefährlich, welche Azizi jedoch immer wieder gekonnt abfing und umgehend gefährliche Gegenstöße einleitete. Wuppertal hingegen erhöhte stetig das Tempo und ließ den Ball immer wieder gekonnt durch die eigenen Reihen ZIRKULIEREN. So ging dem viel umjubelten Anschlusstreffer zum 2:3 eine herrliche Kombination über Sarsour und Imeri voraus, welche Chatrioui aus gut sieben Metern stilvoll ins linke Eck schlenzte. Fortuna wirkte weiterhin ideenlos und machte insgesamt zu wenig aus den sich bietenden Chancen. Angetrieben durch den in Hälfte zwei für den glücklosen Alazaer in die Rotation gerückten Dustin Wolters drehte der WSV weiter am Tempo und drückte auf den mittlerweile hochverdienten Ausgleich. Und so war es der an diesem Abend stark aufgelegte Sarsour, der Erkocevic freistehend in zentraler Position vor dem Düsseldorfer Kasten bediente – eine Gelegenheit die sich Erkocevic in der Regel nicht nehmen lässt; auch an diesem Abend nicht: 3:3! Die Schlussphase des Spiels wurde zu einem wahren Sturmlauf in Rot und Blau, in dem vor allem Imeri und Chatrioui immer wieder für ansehnliche Kombinationen sorgten und die Bälle umsichtig verteilten. So schickte Imeri wenige Minuten vor dem Ende Sarsour über die rechte Seite auf die Reise, wo dieser zunächst zwei Mann abschüttelte und anschließend den Ball aus vollem Lauf zum 4:3 ins gegnerische Tor jagte. Die letzten Minuten des Spiels waren hart umkämpft und beide Teams riskierten immer wieder die Foulgrenze zu überschreiten. Der WSV drehte den Spieß fortan um und agierte seinerseits mit gezielten langen Bällen auf Orhan, der immer wieder geschickt Zeit von der Uhr nahm und mit einigen guten Abschlüssen den Druck auf das Düsseldorfer Gehäuse weiterhin aufrecht hielt. So ließen unsere Jungs bis zuletzt keine nennenswerten Torchancen mehr zu. Erschöpfte Jungs in Rot und Blau wurden schließlich mit Ertönen der Schlusssirene erlöst und mit drei immens wichtigen Punkten für einen großartigen Kampf belohnt.

Dank der drei Punkte vom Wochenende überwintern unsere Jungs mit zwölf Punkten aus elf Spielen auf Rang sechs der WFLV-Liga. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt fünf Punkte. Jedoch sollte der Verlauf der Hinrunde Warnung genug sein, diese Ausgangslage nicht als Ruhepolster für die kommenden Spiele zu verstehen, sondern vielmehr als Ansporn den Klassenerhalt so früh wie möglich dingfest zu machen.

Die Futsalabteilung des Wuppertaler SV wünscht an dieser Stelle allen Fans, Unterstützern und Mitgliedern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins neue Jahr. Vielen Dank für euren Support!

Für den WSV spielten:

Azizi – Ziegler, Alazaer, Wolters, Chatrioui (1/0), Erkocevic (1/1), Imeri (0/2), Orhan, Sarsour (2/1)

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